Unsere ehemalige Auszubildende Lisa Fortmeier berichtet...

Was willst du einmal werden? Was ist dein Traumberuf?

In Freundschaftsbüchern, die mir von Freundinnen in der 4. Klasse vorgelegt wurden kritzelte ich nach dieser Frage eher eine extra Blume als zu schreiben: „Tierärztin“ oder „Friseurin“. Wer weiß denn bitte auch mit 10 Jahren was er sein Leben lang machen will?!

6 Jahre später war ich auch noch nicht viel weiter. Nach dem Realschulabschluss weiter zum Abi, 2 Jahre höhere Handelsschule für das „Fachabi“ oder doch direkt die Ausbildung? Ich hab mich damals für die höhere Handelsschule entschieden. Ein 2 jähriger Bildungsgang im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung.

Denn eins wusste ich, was Kaufmännisches sollte es auf jeden Fall sein.
Nach kurzer Orientierungsphase stieß ich auf den Beruf der Immobilienkauffrau. Seit 2 Jahren verfolge ich diesen Weg beim Gemeinnützigen Bauverein in Gütersloh.

Zu Anfang meiner Ausbildung lernte ich das Unternehmen als Ganzes kennen. Die Techniker sorgen dafür, dass Wohnungen und Anlagen immer in einem Top-Zustand sind. In der Vermietung werden Interessenten mit passenden Wohnungsangeboten glücklich gemacht. Die Damen am Empfang und im Sekretariat nehmen Reparaturaufträge und Anfragen entgegen und stehen den Mietern bei Fragen zur Seite. In der Buchhaltung werden Finanzen verwaltet, Kosten überwacht und Einnahmen kontrolliert.

Momentan unterstütze ich meine Kolleginnen in der Vermietung. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass man den Interessenten hilft,
ein neues Heim zu finden. Egal ob es sich dabei um den Azubi oder Student handelt, der sich das erste Mal auf die Suche nach seinen eigenen 4 Wänden macht, das junge Paar das eine Familie gründen will oder auch Senioren, die ihren Ruhestand in einem barrierefreien Objekt genießen wollen. Durch den direkten Kontakt zu den Interessenten kann ich schon einiges an Erfahrung gewinnen und werde gut eingearbeitet. Der Umgang mit Interessenten, Mietern, Eigentümern und Kollegen und die abwechslungsreiche Arbeit sind es,
die für mich diesen Beruf so attraktiv machen.

Der Genossenschaftsgedanke war mir zwar schon vorher bekannt, doch richtig kennengelernt habe ich ihn erst hier. Bei einer Genossenschaft geht es nicht um die Maximierung des Gewinns, sondern um die Zufriedenheit ihrer Mitglieder. Deshalb sind wir immer bestrebt, unser Angebot zu erweitern und zu verbessern. Der Gemeinnützige Bauverein Gütersloh bietet nicht nur seine eigenen Wohnungen an. Zusätzlich verwalten und vermieten wir auch Wohnungen für andere private Eigentümer. Außerdem vertrauen uns 150 Wohnungseigentümer die so genannte Wohnungseigentumsverwaltung an.

– Sicher Wohnen ein Leben lang – das ist der Leitsatz, den sich der Bauverein auf die Fahnen geschrieben hat. Für die Mieter heißt das: Sicher Wohnen wie ein Eigentümer und sogar Mitspracherecht haben aber trotzdem flexibel sein wie ein normaler Mieter.

Am EBZ in Bochum, wo ich blockweise zur Schule gehe wird uns das theoretische Wissen vermittelt. Das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft ist der größte Anbieter von Aus-, Fort- und Weiterbildungen für die Branche in ganz Europa! Vorteil dabei: Eine Schule – ein Berufsbild. Der gesamte Lehrkörper besteht aus Kaufleuten und Rechtsanwälten aus der Immobilienwirtschaft.

Allgemein ist die gesamte Schule auf die Immobilienwirtschaft ausgerichtet. Ich finde es gut, dass ich mich während des einwöchigen Blockunterrichts vollkommen aufs Lernen konzentrieren kann. Auch wenn ich am Anfang ein wenig eingeschüchtert war in einer für mich damals noch komplett fremden Stadt zur Schule zu gehen. Heute möchte ich die Unterstützung und Motivation meiner Lehrer und meiner Mitschüler nicht mehr missen.

Alles in allem kann ich also nun als 20-jährige angehende Immobilienkauffrau auf meine Entscheidung von damals zurückschauen und sagen, dass es auf jeden Fall die Richtige war. 

Sollte ich heute noch einmal ein Freundschaftsalbum in die Hände bekommen, wüsste ich auf jeden Fall, wie ich auf die Frage „Was ist dein Traumberuf?“ antworten würde ;)

Lisa Fortmeier

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